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- Beeinflussung - Bild und Bildung
 <title> Die Kraft der Einbildung </title>
 <meta name="description" content="Kraft der Einbildung">
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<center><table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5 border=0 cellspacing=3 width=100%>
<tr><th width=10%><a href="http://www.rhetorik.ch">Rhetorik.ch</a></th>
<th><h3> Knill+Knill Kommunikationsberatung </h3></th>
<th width=10%><a href="http://www.knill.com"> Knill.com</a></th></tr></table></center>           
<center><table width=100% bgcolor="#eeeeee" border=0 cellpadding=3 cellspacing=0>
<td align=center><a href="../Aktuell/Aktuell.html">Aktuell Artikel</a></td>
<td align=center><a href="../inhalt.html">Artikel Inhaltsverzeichnis</a></td>
<td align=right>Suche in Rhetorik.ch:</td>
<td align=right>
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</td></tr></table></center>
<br><br>

<h2 class="title">
Die Kraft der Einbildung
</h2>

<center>
<h3> <i> von  Marcus Knill </i> </h3>
</center>   


<center><table cellpadding=0 cellspacing=0><tr><td width="60%">&nbsp</td><td><b>"Unser Vergn&uuml;gen liegt nur in der Einbildung</b></td><td>&nbsp;      </td></tr>
                                           <tr><td>                 </td><td>&nbsp;                                                  </td><td>Ludwig Tieck</td></tr></table></center><br><br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
<img src="einbildung.jpg">
<div class="legende">M&uuml;nchner Merkur 27.1.09</div>
</td><td>
Bilder &uuml;berzeugen mehr als Worte. Nur Worte, die Bilder ausl&ouml;sen
wirken nachhaltig. Diese Erkenntnis wird bei Argumentation-,
&Uuml;berzeugungs- und vor allem bei Beeinflussungsprozessen (Werbung,
Motivation) genutzt. <br><br>

Wer Kleinkindern beim Spielen zuschaut und wer Gelegenheit hat, Kindern
im Vorschulalter Geschichten <b>bild</b>haft zu erz&auml;hlen, stellt immer
wieder fest, wie rasch sie sich in Phantasiebildern hineinversetzen
k&ouml;nnen. Ich habe im Studium erlebt, wie ein Patient mit Hypnose
behandelt wurde. Er wurde vorg&auml;ngig mit suggestiven <b>Bild</b>ern in den
gew&uuml;nschten Zustand gebracht. <br><br>

Es w&auml;re nicht verwunderlich, wenn das M&auml;dchen, das den
Schneemann und die eigenen H&auml;nde mit dem virtuellen Feuer
w&auml;rmet, die wohlige Strahlung in den H&auml;nden tats&auml;chlich
versp&uuml;rt. Einbildungskraft ist eine Kraft, die konkrete psychische und physische
Auswirkungen haben kann, den man von Placebomedikamenten kennt. 
Die Ein<b>bild</b>ung der Scheinmittel haben oft konkrete positive Auswirkungen und 
beschleunigen Heilungsprozesse. <br><br>

Bei <b>Bild</b>ungsprozessen spielen Lern<b>bild</b>er generell eine
wichtige Rolle. Leider sind sich viele Aus<b>bild</b>er zu wenig bewusst,
dass sie den Lernenden das entsprechende Lern<b>bild</b> "ein<b>bild</b>en" m&uuml;ssten.
Ein guter Aus-<b>bild</b>ner ist im Grunde genommen keine Lehrperson die den
Lernenden <b>Bild</b>er aus den K&ouml;pfen nimmt, sondern der ihnen die
passenden Lern<b>bild</b>er vermittelt und damit Lernprozesse beschleunigt.

<h2> Links</h2>
<ul>
<li> <a href="../Beeinflussen/Beeinflussen.html">Beeinflussung-Manipulation-Propaganda</a>
<li> <a href="../Bild/Bild.html">Bild und Bildung</a>
</ul>
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Einbildung (gr. phantasia) ist nicht nur eine Vorstellung im allgemeinen Sinne,
sie kann jedoch auch ein Eindruck sein, die nichts in der Realit&auml;t zu tun hat.
Forscher testeten das Ph&auml;nomen der Einbildung auf verschiedene
Art und Weise. Sie sammelten aufschlussreiche Erkenntnisse hinsichtlich
Einfluss der Einbildung auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche. <br><br>

<b>Der Placebo-Effekt</b>:
Diskussionen dar&uuml;ber, ob Hom&ouml;opathie wirksam ist oder die
Wirkung nur eingebildet ist sind alt. Es gibt Forscher , die vertreten
die Meinung, dass von hom&ouml;opathischen Mitteln eine heilende Wirkung
ausgeht. ndere behaupten hom&ouml;pathische Medikamente w&auml;ren
nur bessere Placebos. Faktisch fehle eine Wirkung. H&ouml;chstens auf
eine psychologischer Ebene. Geht man von der kritischen These aus (sie
ist in der Forschung st&auml;rker vertreten), k&ouml;nnte man sagen,
der Mensch bilde sich nur ein. Es sei ihm geholfen worden. Diese
Vorstellungskraft oder Einbildung k&ouml;nne dann oft Realit&auml;t
werden, weil sie einerseits die Aussch&uuml;ttung k&ouml;rpereigener
Schmerzmittel bewirke, wie auch zu einer h&ouml;heren Hirnaktivit&auml;t
f&uuml;hren k&ouml;nne. Dadurch empfinde der K&ouml;rper die unangenehmen
Gef&uuml;hle weniger stark. Die Einbildung wurde Realit&auml;t. So als
h&auml;tte sich der K&ouml;rper selbst zum Narren gemacht. <br><br>

<b>Aus Einbildung kann Erinnerung werden</b>:
Versuchspersonen wurden Allt&auml;gliches zusammen mit ungew&ouml;hnlichen
Aufgaben tun mussten. Mit Sachen, die man &uuml;blicherweise nicht tut,
beispielsweise M&uuml;nzen werfen und nachher ein Schokoladenherz mit
einem Zahnseidenbeh&auml;lter zerdr&uuml;cken. Hernach mussten sich die
Leute irgend eine verr&uuml;ckte T&auml;tigkeit vorstellen. Nach einigen
Wochen wurden die Versuchpersonen befragt, was sie fr&uuml;her gemacht
hatten. Ein grosser Teil (ca. ein F&uuml;nftel) der Versuchspersonen
waren sp&auml;ter der Meinung, dass sie die eingebildeten, vorgestellten
sonderbaren T&auml;tigkeit tats&auml;chlich getan hatten. Die
Ergebnisse dieser Versuche sind dann im Bereich der Psychologie
zus&auml;tzlich analysiert worden und brachten wichtige Erkenntnisse
bei Augenzeugenberichten: Die Erkenntnis, dass die Zuverl&auml;ssigkeit
von Augenzeugenberichten vor Gericht oft zu w&uuml;nschen &uuml;brig
l&auml;sst, wurde jedenfalls mit diesem Versuch best&auml;tigt. Was sich
Zeugen vorgestellt hatten, kann pl&ouml;tzlich zu Tatsache werden.<br><br>

<b>Einbildung als innere Bilder</b>
Unser K&ouml;rper (die Hormone) und unser Kopf (das Ged&auml;chtnis)
k&ouml;nnen uns immer wieder einen Streich spielen, weil wir blosse
Einbildung zur Realit&auml;t werden lassen. Wir glauben etwas zu wissen,
was eigentlich nur einer Vorstellung entspringt. Einbildungen mutieren
zu realen Bildern. <br><br>

<b>Einbildungen positiv nutzen</b>
Beispielsweise, bei Leitbildern, bei Motivationsbildern wird die Kraft
der Einbildung genutzt. Uebrigens schon seit Urzeiten. In Religionen,
in der Bibel (Gleichnisse) oder bei Motivationsprozessen im Sport.<br><br>

<b>Bilder k&ouml;nnen Reflexe ausl&ouml;sen</b>
Erkenntnisse aus der Lern-  und  Wahrnehmungspsychologie machen uns
bewusst, dass Bilder konksrete Reflexe ausl&ouml;sen k&ouml;nnen. Menschen
lassen sich konditionieren.  Bei einem Menschen, der gerne gut isst
und mit leerem Magen eine Speisekarte liest, kann der  erh&ouml;hte
Speichelfluss nachgewiesen werden - vor allem wenn die Menues naturgetreu
abgebildet sind. Genau so  k&ouml;nnen entsprechende Bilder  Menschen
sexuell stimulieren. Die Wirkung beruht  auf einem konditionierten
visuellen Reiz. Altes vertrautes eingespieltes Verhalten wird mit Bildern
(durch Einbildung) ausgel&ouml;st.
</td></tr></table></center><br><br>



<center> 30. Januar, 2009</center> 

<br><br>
<br><br><center><table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5 border=0 cellspacing=3 width=100%><tr>
<th><a href="http://www.rhetorik.ch">Rhetorik.ch</a></th>       
<th>1998-2012 &copy; <a href="http://www.knill.com"> K-K </a>, 
Weblinks sind erw&uuml;nscht. <br> Bei Weiterverwendung ist Autoren- und Quellenangabe erforderlich. 
<a href="../Feedback/Feedback.html">Feedback?</a> 
</th><th><a href="http://www.knill.com">Knill.com</a></th></tr></table></center>           


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</html>