This is Google's cache of http://www.rhetorik.ch/Aktuell/07/06_26/index.html. It is a snapshot of the page as it appeared on Nov 15, 2019 17:14:53 GMT. The current page could have changed in the meantime. Learn more.
Full versionText-only versionView source
Tip: To quickly find your search term on this page, press Ctrl+F or ⌘-F (Mac) and use the find bar.
<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd">
<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
<head>
<title>
 rhetorik.ch aktuell:  Zu Blochers F&uuml;hrungsprinzip </title>
 <meta name="description" content="Aktueller Beitrag rhetorik.ch" />
 <meta name="keywords" content="Zu Blochers F&uuml;hrungsprinzip, Schweiz Politik Blocher" />
 <meta name="classification" content="Information page" />
 <meta name="robots" content="all" />
 <meta name="distribution" content="Global" />
 <meta name="author" content="Knill" />
 <link rel="icon" href="http://www.rhetorik.ch/ico/rhet.png" type="image/png" />
 <link rel="shortcut icon" href="http://www.rhetorik.ch/ico/rhet.png" type="image/png" />
 <link rel="apple-touch-icon" href="http://www.rhetorik.ch/ico/touch.png" />
 <link rel="stylesheet" type="text/css" href="../../../Styles/basic.css" />
</head>

<body >

<center><table cellpadding=5 border=0 cellspacing=3 width=100%>
<tr><th width=10%><a href="http://www.rhetorik.ch">Rhetorik.ch</a></th>
<th><h3> Knill+Knill Kommunikationsberatung </h3></th>
<th width=10%><a href="http://www.knill.com"> Knill.com</a></th></tr></table></center>
<center><table width=100% bgcolor="#eeeeee" border=0 cellpadding=3 cellspacing=0><tr>
<td align=center><a href="http://www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell.html">Aktuell Artikel</a></td>
<td align=center><a href="http://www.rhetorik.ch/inhalt.html">Artikel Inhaltsverzeichnis</a></td>
<td align=right>Suche in Rhetorik.ch:</td>
<td align=right>

<form class="white" id="search" action="http://www.google.com/cse" id="searchbox_000263664119870185702:a9lwb8wg5l4" title="Google Search">
     <input class="white" type="hidden" name="cx" value="000263664119870185702:a9lwb8wg5l4">
     <input class="white" id="q" name="q" accesskey="s" type="text" name="q" size="50">
     <input class="white" id="submit" value="Go" type="submit">
</form>
<script type="text/javascript" src="http://www.google.com/coop/cse/brand?form=searchbox_000263664119870185702:a9lwb8wg5l4&amp;lang=en"></script>
</td></tr></table></center>

<h3 class="aktuell"><a href="../../Aktuell.html">www.rhetorik.ch aktuell:</a> (26. Jun, 2007)</h3>
<a href="../../../icons.html"><img src="thumb.jpg" class="icon" align="left"/></a><h2 class="aktuell">Zu Blochers F&uuml;hrungsprinzip</h2>
<center><table width="100%" cellpadding="10"><tr><td>
<b>Rhetorik.ch Artikel zum Thema:</b></td><td>
<div id="links"><ul id="links">
<ul>
<li><a href="../../Blocher.html">Aktuell Artikel &uuml;ber Blocher</a></li>
<li><a href="../../07/02_03/index.html">Das Blocherprinzip</a></li>
</ul>
</ul></div></td></tr></table></center>

<center><table cellpadding="10" width="90%" bgcolor="#ffffff"><tr><td>
Bereits im Dezember 2000 zitierte ich Blochers umstrittenen Aussage
&uuml;ber die F&uuml;hrung aus der SonntagsZeitung vom 2. Dezember 2000:

<br><br><center><table cellpadding="10" width="90%" bgcolor="#eeffee"><tr><td>
"F&uuml;hrung misst sich am Erfolg. Kommunikation, Umgangsformen
machen nicht das Wesentliche der F&uuml;hrung aus ... Erfolgreiche
F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten haben vor allem eine gemeinsame
Eigenschaft. Sie zeigen manchmal - fast eine unheimliche Verpflichtung -
gegen&uuml;ber der Sache." 
</td></tr></table></center><br><br>

Damals bekannte sich Blocher zur fragw&uuml;rdigen Aussage:

<br><br><center><table cellpadding="10" width="90%" bgcolor="#ffeeee"><tr><td>
"Von menschenorientierter F&uuml;hrung halte ich nichts."
</td></tr></table></center><br><br>

Mich &auml;rgere damals diese absolute These. F&uuml;r einen
Kommunikationsberater kann die Sache nicht wichtiger sein als der
Mensch. F&uuml;r mich ist es immer eine Selbstverst&auml;ndlichkeit
gewesen, dass Botschaft und Mensch gleichermassen wichtig sind. Aus
meiner Sicht m&uuml;sste deshalb in jedem F&uuml;hrungsprinzip der
Auftrag und der Mensch unter einen Hut gebracht werden k&ouml;nnen. Es
gibt in dieser Frage kein "Entweder- oder", sondern ein "Sowohl als auch". <br><br>

<img src="blocherprinzip.jpg" align="left">
Nachdem nun am 25. Juni <b>Matthias Ackeret</b> sein j&uuml;ngstes
Buch "Das Blocher Prinzip" in roten Salon des Landesmuseums in Z&uuml;rich
vorstellen durfte, interessierte es mich, vor Ort zu erfahren, was
Blocher heute zur Bedeutung des Menschen in der Kommunikationslandschaft
meint. Das Buch "Das Blocher Prinzip" ist attraktiv aufgemacht und
leserfreundlich geschrieben. In verschiedenen Interviews mit
Blocher trug der Autor die wichtigsten Erfolgsformeln zusammen und
sch&auml;lte diese Prinzipien heraus. Es ist unbestritten, dass
Christoph Blocher als Vater, als Offizier, Manager und Politiker
&uuml;berall erfolgreich war. Ackeret muss sich gefragt haben: An was
kann dies wohl liegen? <b>Christoph Blocher</b> war an der Buchvernissage
pers&ouml;nlich anwesend und <b>Peter Rothenb&uuml;hler</b> interviewte den
Bundesrat vor den geladenen G&auml;sten und der Presse. Ich stellte
bei den Antworten des Bundesrates fest, dass Blocher seine These 
aus dem Jahre 2000 revidiert hat. Mit der fr&uuml;heren pointierten 
Bemerkung habe er bewusst einen Kontrapunkt setzen wollen zum heutigen 
verbreiteten F&uuml;hrungsverst&auml;ndnis,
das den Auftrag oft vernachl&auml;ssigen. Viele Vorgesetzte h&auml;tten
zu menschenorientiert gef&uuml;hrt. Es wurde mir bewusst: F&uuml;r
Christoph Blocher ist der Mensch letztlich nie Zweck, sondern nur Mittel
zur Auftragserf&uuml;llung. Deshalb spricht er immer noch von "Untergebenen"
und nicht von "Mitarbeitern". Damit l&auml;sst sich Blochers "neues"
F&uuml;hrungsprinz wieder ins ins klassische Kommunikationsdreieck
<b>Ich-Du-Sache</b> einnordnen. Es ist tats&auml;chlich unbestritten, dass die
Auftragserf&uuml;llung in der Praxis zu oft ausser Acht gelassen wird
und es vielen F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten in erster Linie nur darum
geht, teamorientiert zu f&uuml;hren und sch&ouml;n miteinander zu reden.<br><br>

Blocher sagte zu seinen Prinzipien: "Meine Gegner werden mein Buch von
A bis Z falsch verstehen!" Ich bezweifle dies. Denn Blochers Aussagen
sind verst&auml;ndlich und einfach formuliert. Matthias Ackeret hat im
Freundeskreis erlebt, dass man nur ein Prinzip zu Besten geben m&uuml;sse,
wie beispielsweise Blochers originelle These: 

<br><br><center><table cellpadding="10" width="90%" bgcolor="#ffeeee"><tr><td>
"F&uuml;hrungspersonen sollten bei Untergebenen keine Fragen zulassen, 
sondern nur Antr&auml;ge." 
</td></tr></table></center><br><br>

Dann sei sichergestellt, dass die zitierte Blocherthese
garantiert Anlass zu gr&ouml;ssten Auseinandersetzungen gebe.
</td></tr></table></center><br><br>

<br><br><center><table cellpadding="10" width="90%" bgcolor="#ffffff"><tr><td>
<img src="blochersundackeret.jpg">
</td><td>
<b>Nachtrag vom 28. Juni 2007</b>: 
Die erste Auflage des Buches ist bereits ausverkauft. 
<a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=69007">Quelle</a>.
</td></tr></table></center><br><br>

<br><br><center><table cellpadding="10" width="90%" bgcolor="#ffffff"><tr><td>
<img src="schaad.jpg">
<div class="legende"> Tagesanzeiger vom 2. Juli 2007</div>
</td><td>
<b>Nachtrag vom 4. Juli 2007</b>:

Der Tagi vom 2. Juni glossierte Blochers umstrittene These "Ein
Untergebener soll keine Fragen, sondern einen Antrag stellen." <br><br.

<b>Constantin Seibt</b> kommentiert Blochers These: 
Der Untergebene hat den Auftrag nicht zu hinterfragen. Er
hat ihn auszuf&uuml;hren. Ist der Auftrag falsch, so ist dies Sache des
Vorgesetzten. Dieser tr&auml;gt die Verantwortung. Gem&auml;ss Blochers
F&uuml;hrungsverst&auml;ndnisses, kann der Untergebene einen Antrag
stellen.  Dieser soll eine Begr&uuml;ndung enthalten was falsch ist und
mit welcher Alternative es anders zu machen w&auml;re.  Stellt der 
Untergebene einen Antrag, denkt der Untergebene f&uuml;r den Chef. 
Das sei F&uuml;hrung von unten.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table cellpadding="10" width="90%" bgcolor="#ffffff"><tr><td>
<img src="tagi.jpg">
<div class="legende"> Tagesanzeiger vom 2. Juli 2007</div>
</td><td>
Dass die auftragsorientierte F&uuml;hrungsphilosophie
Kritiker auf den Plan ruft, war zu
erwarten. Dies macht auch der Aushang des "Tagi" deutlich. Vor allem Blochers These,
dass Fragen an den Chef nicht zul&auml;ssig seien,
wird im <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/767647.html">Artikel
"Demut, Disziplin, Depressionen"</a> in Frage gestellt. Wir stellen fest: 
Blocher Thesen polarisieren.  Wer die Thesen nachlesen will, kann das Buch 
<a href="http://www.meierbuchverlag.ch">direkt bestellen</a>.
</td></tr></table></center><br><br>

<br><br><center><table cellpadding="10" width="90%" bgcolor="#ffffff"><tr><td>
<b>Nachtrag vom 4. Juli, 2007</b><br><br>
<b>Norbert Thom</b> differenziert in einem "Espace" <a
href="http://www.espace.ch/artikel_390840.html">Interview</a>
Blochers F&uuml;hrungsprinzipien. Wie wir, lehnt auch er es ab, dass ein Chef die Sache
wichtiger nimmt als den Mitmenschen und best&auml;tigt, dass man
den Ausdruck "Untergebene" heute in keinem
<a href="../../../Fuhrenaberwie/Inhalt.html">Lehrbuch mehr findet</a>.
Das Wort "Untergebene" verwendete man h&ouml;chstens noch in den 1960er-
Jahren. Er betont auch, dass wer mit Blocher zurechtkommt, 
sich bei ihm sehr wohl f&uuml;hlen mag. Diese menschenorientierte Seite
Bochers wird nach unserem Daf&uuml;rhalten zu wenig herausgesch&auml;lt.
Blochers eher milit&auml;rischen Prinzipien, die sich der Formel
<b>Kommandieren - Kontrollieren - Korrigieren</b> anlehnen, taugen
heute wenig, falls die Beziehungsebene zum Mitarbeiter keine Rolle
spielt. Wer mit Menschen zu tun hat, wird keinen Erfolg haben, wenn
er den Menschen nicht wertsch&auml;tzt. Einverstanden sind wir mit
dem Prinzip, dass der Auftrag und das Ziel nie aus den Augen verloren
werden sollte und dass beim Ziel Konsequenz gefordert ist.  Ein wichtiger
Punkt f&uuml;r Thom ist, dass der F&uuml;hrungstil auch eine Sache der
<b>Pers&ouml;nlichkeit</b> ist ("nicht jeder Mensch ist ein Christoph Blocher")
und auch <b>branchen und regions abh&auml;ngig</b> ist ("Leute vom Land sind weniger
wechselbereit als St&auml;dter, daf&uuml;r treuer gegen&uuml;ber einem
echten Patron. Als Leiter einer Werbeabteilung in Bern h&auml;tte derselbe
Christoph Blocher mit demselben F&uuml;hrungsprinzip wohl keinen Erfolg
gehabt."
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table cellpadding="10" width="90%" bgcolor="#ffffff"><tr><td>
<img src="blocherprinzip1.jpg">
</td><td>
<b>Nachtrag vom 20. September 2007: Ein Inserat, das preisverd&auml;chtig ist.</b><br><br>

Das Inserat enth&auml;lt alles, was zur perfekten Werbung geh&ouml;rt: 
Es hat Humor, weckt Aufmerksamkeit und das Produkt steht im Vordergrund, nicht der Gag.
</td></tr></table></center><br><br>





</br><center><table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5 border=0 cellspacing=3 width=100%><tr><th> <a href="http://www.rhetorik.ch">Rhetorik.ch</a></th><th> 1998-2019 
&copy; K-K Kommunikationsberatung </th><th><a href="http://www.knill.com">Knill.com</a></th></tr></table></center>           

</body>
</html>