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  <title> Vorbereitung unter Zeitdruck </title>
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      Kommunikation, Propaganda, Medienkommunikation">       
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<body bgcolor="#ffffff" text="#000000" link="#0000ff" alink="#0000cc" vlink="#0000aa"><a name="top"></a>
<center><table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5 border=0 cellspacing=3 width=100%>
<tr><th width=10%><a href="http://www.rhetorik.ch">Rhetorik.ch</a></th>
<th><h3> Knill+Knill Kommunikationsberatung </h3></th>
<th width=10%><a href="http://www.knill.com"> Knill.com</a></th></tr></table></center>           
<center><table width=100% bgcolor="#eeeeee" border=0 cellpadding=3 cellspacing=0>
<td align=center><a href="../Aktuell/Aktuell.html">Aktuell Artikel</a></td>
<td align=center><a href="../inhalt.html">Artikel Inhaltsverzeichnis</a></td>
<td align=right>Suche in Rhetorik.ch:</td>
<td align=right>
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</form>
</td></tr></table></center>
<br><br>

<h2 class="title">
Vorbereiten unter Zeitdruck
</h2>

<center>
<h3> <i> von  Marcus Knill </i> </h3>
</center>   

<br>
<center>
<table width="90%" cellpadding=10 cellspacing=0 border=0>
<tr><td bgcolor="#fafffa">
Bei Medienauftritten gelten speziellen Spielregeln.
Das bedingt eine besondere Vorbereitung, die wir auch unter Zeitdruck beherrschen 
m&uuml;ssen. <br><br>

<b>Links zum Thema:</b> <a href="../Antizipieren/Antizipieren.html">Antizipieren</a>,
<a href="../Zeitmanagement/Zeitmanagement.html">Zeitmanagement</a>
</td></tr></table></center><br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
<center><table cellpadding="10" class="smalltable"><tr><td>
Ein Politiker erz&auml;hlte mir einmal, wie er nach einer 
l&auml;ngeren Medienabstinenz ein Interview gegeben hat. Es gab nur 
wenig Zeit zur Vorbereitung. Ungl&uuml;cklicherweise drehte sich dann aber 
gr&ouml;ssten Teil des Auftritts um seine Vergangenheit und die Frage, weshalb 
er die Stelle so oft gewechselt habe. Er h&auml;tte dabei viel lieber &uuml;ber seine
Zukunft, seine Visionen geredet. Der Vorwurf wurde laut, im Interview seien
die falschen Fragen gestellt worden und Themen ausgelassen, die ihm wichtig 
gewesen w&auml;ren. Es lag aber nicht an den Fragen, dass das Interview zum Flop wurde. 
Unkenntnisse in Botschaftenmanagement und das Nichtantizipieren von 
Fragen f&uuml;hrte dazu, dass der Politiker die Gelegenheit verpasste, dem Interview
einen anderen Dreh zu geben.
</td></tr></table></center><br><br>

Gezielte Vorbereitung erlaubt es, mit Medienschaffenden
"auf gleicher Augenh&ouml;he" zu kommunizieren und nicht &uuml;berrascht zu werden. 
Jedes Interview ist ein Dialog zwischen gleichberechtigen Partnern. Es
ist weder ein Verh&ouml;r noch ein Duell. Beide Partner profitieren vom
Gegen&uuml;ber: Der Journalist verkauft eine Geschichte und der
Interviewte kann dank dem Interview ein grosses Publikum ansprechen. 
Zum Handlauf der Vorbereitung:

<br><br><center><table cellpadding="5" width="90%"><tr valign="top"><td>
<img src="information.jpg"></td><td>
<b>Informationsphase:</b> Zuerst werden alle vorhandenen Informationen
&uuml;ber den bevorstehenden Medienauftritt zusammengetragen. Es
werden alle denkbaren Informationen beschafft. Der Frageraster mit den
klassischen journalistischen W-Fragen ist hilfreich.
</td></tr><tr valign="top"><td>
<img src="klaeren.jpg"></td><td>
<b>Kl&auml;rungsphase:</b> Bin ich autorisiert, Auskunft zu geben?
Wer im Namen einer Institution Auskunft geben muss,
ben&ouml;tigt eine Zustimmung. Wer vorschnell in der &Ouml;ffentlichkeit 
zur eigenen Organisation Stellung nimmt, kann ins Fettn&auml;pfchen treten. 
Im Zweifelsfall lohnt es sich, sich bei der Informationsstelle klug zu machen.
</td></tr><tr valign="top"><td>
<img src="denken.jpg"></td><td>
<b>Denkphase:</b> Passen die geplanten Aussagen zusammen? Gibt es Diskrepanzen oder 
L&uuml;cken in der Geschichte? 
Wissen Sie, welche Informationen bereits vorhanden sind? Wenn wichtige Teile des
Gesamtbildes fehlen, gilt es zus&auml;tzlich zu recherchieren.
<a href="../Aktuell/08/03_26/index.html">Eine Mindmap</a> kann helfen, die Geschichte
nichtlinear zu visualisieren. 
</td></tr><tr valign="top"><td>
<img src="kern.jpg"></td><td>
<b>Kernbotschaft:</b> An was soll sich die Zuschauer nach der Sendung erinnern?
Die Kernbotschaft muss mit einem konkreten Beispiel, mit einer Geschichte
oder einem Bild fassbar gemacht werden. Sie muss &uuml;berzeugend kommuniziert werden.
Wiederholen Sie die Kernaussage. 
Ohne ein anschauliches Beispiel oder Analogie ankert die Botschaft kaum in den
K&ouml;pfen der Zuh&ouml;rer.
</td></tr><tr valign="top"><td>
<img src="fragen.jpg"></td><td>
<b> Fragen antizipieren:</b>
Ein Liste von m&ouml;glichen Fragen, die der Journalist stellen k&ouml;nnte
kann am bestem in einem Team brainstormm&auml;ssig erarbeitet werden.
Je provokanter und "unfairer" die Fragen, die das Team zusammentr&auml;ft, um 
so gr&ouml;sser ist die Chance, im Interview - wenn es gilt - weniger 
destabilisiert und irritiert zu werden.  Ein externer Berater ist beim 
Antizipieren der Fragen hilfreich.
</td></tr><tr valign="top"><td>
<img src="kleidung.jpg"></td><td>
<b> Erscheinungsbild beachten:</b>
Kleidung muss zur Rolle stehen und die Erwartungen erf&uuml;llen.
Kleidung darf bei den Zuschauern m&ouml;glichst keine 
Irritation ausl&ouml;sen. Bei der Kleiderfrage gilt das Prinzip: die Kleidung 
muss zu Ihnen, zu Ihrer Rolle und zur Situation passen und es muss Ihnen 
in Ihrem Anzug auch wohl sein.
</td></tr><tr valign="top"><td>
<img src="rehearsal.jpg">
</td><td>
<b> Das Briefing:</b>
Ein Interview oder Statement muss "trocken" durchgespielt werden. 
Besonders wichtig ist dazu ist Training, wie man von einer unangenehmen Frage
zur&uuml;ck zu ihrer eigenen Botschaft kommt. 
Auch bestandenen F&uuml;hrungskr&auml;ften gelingt es oft nicht, den Lead 
in einem Gespr&auml;ch zu &uuml;bernehmen und neben dem Pariren der
Fragen die eigene Botschaft r&uuml;berzubringen.
</td></tr></table></center><br><br>

Interview-Zusagen ohne den Verwendungszweck zu kl&auml;ren, sind publizistische Gratwanderungen
mit einer Augenbinde. Profis geben das Einverst&auml;ndnis f&uuml;r
eine Befragung nicht, ohne nachzufragen. Sie m&uuml;ssen das "Setting", das
Drumherum des entsprechenden Medienauftritts kennen. Sie informieren sich
&uuml;ber den Ablauf des Interviews, das Umfeld, die Themenkomplexe und
wichtige Details wie Sendezeit, Sendegef&auml;ss und andere Teilnehmer.
Konsequentes Nachfragen macht Medienschaffenden bewusst, dass sie es
mit einem Kommunikations-Profi zu tun haben.
Damit verschafft man sich bereits zu Beginn den notwendigen Respekt.

<!--
Das Kl&auml;ren ist deshalb wichtig, weil es ein Unterschied ist, ob man
vor einem  "Kassensturz"-Mikrophon steht, in einer
"Arena" oder im "Club" reden muss oder in einer "Sternstunde- Philosophie" &uuml;ber
Philosophische Probleme reflektieren soll. Es ist ein Unterschied, ob mein
Gegen&uuml;ber Anne Will, Reto Brennwald, Christine Maier oder Frank A. Meyer
heisst. Jeder Journalist hat seine eigene Art zu fragen. Jeder hat seine
Vorlieben, wenn es um die journalistischen Explorationstechniken geht.
-->

&Auml;hnlich wie ein Sportcoach sein Team auf den n&auml;chsten Gegner einstellt,
indem er dessen St&auml;rken wie Schw&auml;chen analysiert,
kann ein professioneller Medienberater in gezielten Analysen
die g&auml;ngigsten Techniken der Journalisten bewusst machen und
helfen, sich auf den jeweiligen Interviewer richtig einzustellen.
Er kann mit Ihnen Techniken entwickelt, wie Sie bei Ihre Chancen verbessern
k&ouml;nnen. Falls ein Interviewer st&auml;ndig unterbricht, muss der
Coachee im Simulator taugliche Verhaltensmuster &uuml;ben, damit er den
roten Faden nicht verliert.
Es lohnt sich auch zu erfahren, welche anderen Gespr&auml;chsteilnehmer
in einem Sendegef&auml;ss zu Wort kommen. <br><br>

Gerade bei heiklen Themen oder in der Krise kann es sich lohnen, einen Profi 
zu konsultieren, der in die Rolle des Journalisten schl&uuml;pft.
Auch unter Zeitdruck ist Vorbereiten m&ouml;glich. 
In einer Krisensituationen kann es sehr schnell gehen. Sie haben nur
einige Minuten Zeit. Doch f&uuml;nf Minuten k&ouml;nnen gen&uuml;gen. Nutzen
Sie die Zeit. Das Wichtigste ist: Stop, &uuml;berlegen, warten erst dann
reden. Krisensituationen k&ouml;nnen auch vor der Krise ge&uuml;bt werden.<br><br>

In unserem Mediensimulator lernen Sie mit heiklen Situationen umzugehen.
Sie lernen, wie Sie bei Auftritten trotz Stresssituation den Start 
zelebrieren k&ouml;nnen, um sofort 100 prozentig pr&auml;sent zu sein. 
Dies kann nicht mit Lesen gelernt werden. 
Es braucht prozessorientiertes &Uuml;ben!  
K+K hilft Ihnen dabei.
</td></tr></table></center><br><br>

<center>
24. Juli, 2009
</center>

<br><br>
<br><br><center><table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5 border=0 cellspacing=3 width=100%><tr>
<th><a href="http://www.rhetorik.ch">Rhetorik.ch</a></th>       
<th>1998-2010 &copy; <a href="http://www.knill.com"> K-K </a>, 
Weblinks sind erw&uuml;nscht. <br> Bei Weiterverwendung ist Autoren- und Quellenangabe erforderlich. 
<a href="../Feedback/Feedback.html">Feedback?</a> 
</th><th><a href="http://www.knill.com">Knill.com</a></th></tr></table></center>           


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