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  <title>     
  Flexibilit&auml;t bei Kommunikationsprozessen:
  </title>
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<center><table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5 border=0 cellspacing=3 width=100%>
<tr><th width=10%><a href="http://www.rhetorik.ch">Rhetorik.ch</a></th>
<th><h3> Knill+Knill Kommunikationsberatung </h3></th>
<th width=10%><a href="http://www.knill.com"> Knill.com</a></th></tr></table></center>           
<center><table width=100% bgcolor="#eeeeee" border=0 cellpadding=3 cellspacing=0>
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</td></tr></table></center>
<br><br>

<center><table width="95%" cellpadding=5 bgcolor="#ccccff"><tr><td>
<h2><center>      
Flexibilit&auml;t bei Kommunikationsprozessen
</center></h2></td></tr></table></center><br>

<center>
<h3> <i> von  Marcus Knill </i> </h3>
</center>   

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  

Der Personalchef fragt den angehenden
Sektionschef beim Vorstellungsgespr&auml;ch

"Was ist ihre Hauptst&auml;rke?" 

Der Bewerber - welcher diese Frage zu Hause auf Anraten des Coach
antizipiert hatte - antwortet:

"Ich bin flexibel. Ich kann mich dem Adressaten anpassen und ich werde
somit viel besser verstanden."

Im Glauben, gut geantwortet zu haben, lehnt sich der Bewerber mit guten
Gef&uuml;hlen im Sessel zur&uuml;ck. Nun erwidert der Personalchef im
freundlichen Ton:

"Haben sie nicht Probleme damit, im Alltag als Windf&auml;hnchen
abgestempelt zu werden? Als ein Chef, der keine eigenen Meinung hat?"

Nun steht der Bewerber an der Wand - schluckt leer und weiss nicht mehr
weiter. <br><br>

Der angehende Sektionschef hat zwar gelernt, 
beim Vorstellungsgespr&auml;ch Fragen zu antizipieren, die Antworten
vorzubereiten und die pers&ouml;nliche St&auml;rke "flexibel" zu 
konkretisieren. Er hat keine weiteren St&auml;rken aufgez&auml;hlt, da
er nach der Hauptst&auml;rke gefragt. Bei der Vorbereitung hat er
aber unterlassen, den Begriff "Flexibilit&auml;t" f&uuml;r sich selbst zu 
definieren. Durch diese Kl&auml;rung w&auml;re es ihm m&ouml;glich
gewesen, die zweite provokative Frage des Personalchefs zu durchschauen,
den Begriff richtig einzuordnen und abzugrenzen: zum Beispiel

"Fexibilit&auml;t bedeutet, eine Meinung nicht zu
verleugnen. Ich verstehe beispielsweise darunter, dass ich die harte
Kritik eines Untergebenen entgegennehme - schweige - ihn ruhig anh&ouml;re
und f&uuml;r seinen Aerger Verst&auml;ndnis  zeige. Verstehen heisst
f&uuml;r mich nie, einverstanden zu sein." <br><br>

Flexibilit&auml;t bei Kommunikationsprozessen ist im Allgemeinen wichtig. 

Die ehemalige 
Volksbank hatte einmal "Flexibilit&auml;t" als Jahresmotto in einer Brosch&uuml;re
"Orientierung" ausf&uuml;hrlich beschrieben. Das Motto wurde mit einem
Schilfrohr visualisiert. Dieses Bild des Schilfroher blieb in Erinnerung. 
Ein Schilfrohr biegt sich im Sturm und kann sich nachher wieder unbeschadet aufrichten.
Eine starre Eiche hingeben gibt im Sturm nicht nach und der sperrige
Ast bricht ab. Stures Verharren ist somit  in st&uuml;rmischen
Situationen nie gut. Auch im Job nicht oder bei zwischenmenschlichen
Auseinandersetzungen lohnt sich flexibles Verhalten in st&uuml;rmischen
Situationen.
</td></tr></table></center><br><br>

<br><br><center><table cellpadding="10" width="90%" bgcolor="#ffffff"><tr><td>
<img src="eiche2.jpg"><br>
<img src="schilf2.jpg">
</td><td>
<pre>
La Fontaine
Die Eiche und das Schilfrohr

Die Eiche sprach zum Schilf: "Du hast,
so scheint mir, guten Grund, mit der Natur zu grollen:
Zaunk&ouml;nige sind dir schon eine schwere Last;
der Windhauch, der in leisem Schmollen
kr&auml;uselt des Baches Stirn unmerklich fast,
zwingt dich, den Kopf zu neigen,
indes mein Scheitel trotz der Sonne Glut
wie hoher Alpenfirn und auch des Sturmes Wut
es nicht vermag, mein stolzes Haupt zu beugen.
Was dir schon rauher Nord, scheint linder Zephir mir.
Ja, st&auml;ndst du wenigstens, gedeckt von meinem Laube,
in meiner Nachbarschaft! O glaube,
meinen Schutz gew&auml;hrt' ich gerne dir;
du w&uuml;rdest nicht den Sturm zum Raube.
So aber steht am feuchten Saum
des Reichs der Winde du in preisgegebnem Raum.
An dir hat die Natur sehr ungerecht gehandelt!"
"Das Mitleid", sagt das Rohr, "das dich anwandelt,
von gutem Herzen zeugt's, doch sorge nicht um mich!
ich beug' mich, doch ich breche nicht. Zwar hieltst du dich
und standst, wie furchtbar sie auch schnoben,
fest, ungebeugt bis heut an deinem Ort.
Doch warten wir!" Kaum sprach das Rohr dies Wort,
da, sieh, am Horizont in schwarzer Wolke zeigt sich
und rast heran, ein Sturmessausen;
des Nordens schlimmsten Wind h&ouml;rt man da brausen.
Fest steht der Baum, das Schilfrohr aber neigt sich,
Der Sturm verdoppelt seine Wut
und tobt, bis er den f&auml;llt,
des stolzes Haupt dem Himmel sich gesellt
und dessen Fuss ganz nah dem Reich der Toten ruht.
</pre>
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>


<center>
3. Juli, 2008
</center>

<br><br>
<br><br><center><table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5 border=0 cellspacing=3 width=100%><tr>
<th><a href="http://www.rhetorik.ch">Rhetorik.ch</a></th>       
<th>1998-2009 &copy; <a href="http://www.knill.com"> K-K </a>, 
Weblinks sind erw&uuml;nscht. <br> Bei Weiterverwendung ist Autoren- und Quellenangabe erforderlich. 
<a href="../Feedback/Feedback.html">Feedback?</a> 
</th><th><a href="http://www.knill.com">Knill.com</a></th></tr></table></center>           


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