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 <title>
 rhetorik.ch aktuell:
 Krisenkommunikation - Der Anschlag von London
 </title>
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  Medienrhetorik">
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<a name="top">
<center>
<table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5
 border=0 cellspacing=3 width=100%>
<tr>
<th> <a href="http://www.rhetorik.ch">
   <font color=#000000>
   Rhetorik.ch
   </font>
   </a>
</th>
<th> <h3> <br>
  <font color=#000000>
   Knill+Knill Kommunikationsberatung
  </font>
  </h3>
</th>
<th>
   <a href="http://www.knill.com">
   <font color=#000000>
   Knill.com
   </font>
   </a>
</th>
</tr>
</table></center>

<h3> <center> <a href="../Aktuell.html"> www.rhetorik.ch aktuell: </a>
(7. Juli, 2005</font>) </center> </h3>
<center><table width="80%" bgcolor="#ccccff"><tr><td>
<h2 align=center>
Krisenkommunikation - Der Anschlag von London </h2>

<center><table cellpadding=10 bgcolor="#ddddff"><tr><td>
<ul>
<li> <a href="../Aktuell_Mar_15_2004.html"> 
     Zur Informationspolitik beim Anschlag in Madrid</a>
<li> <a href="../Aktuell_Sep_13_2001.html"> 
     Krisenkommunikation und Medien - Terroranschlag vom 11. September 2001 </a>
</ul>
</td></tr></table></center>

</td></tr></table></center>
</td></tr></table></center>

<center><table cellpadding=10 width=80%><tr><td>
<center><table cellpadding=10><tr><td>
<img src="07_07/londonsubway.jpg"><br>
<img src="07_07/attacks.jpg">
</td><td>
Am 7. July 2005 ist eine Serie von Bombenanschl&auml;ge 
auf Untergrund und Buslinien ver&uuml;bt worden. 
&Auml;hnlich wie bei der <a href="01_01.html">Tsunami Katastrophe</a>
war die Information &uuml;ber den Anschlag am Anfang nicht 
pr&auml;zis: BBC meinte am Donnerstag morgen, dass die Explosionen an
7 verschiedenen Orten stattgefunden h&auml;tte und
dass 2 Personen get&ouml;tet und &uuml;ber Hundert
verletzt worden seien. Am Freitag hiess es zuerst,
dass es mindestens 37, dann endlich, dass es &uuml;ber 50 Tote gegeben
habe und 4 Explosionen stattgefunden haben. &Uuml;ber 700
Menschen seien verletzt worden.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table cellpadding=10><tr><td>
<img src="07_07/alquaida.jpg">
</td><td>
<ul>
<li> Der Englische Premierminister <b>Tony Blair</b> 
meinte schon Stunden nach dem Anschlag, dass es "ziemlich klar
sei", dass das Terror anschl&auml;ge seien und im Zusammenhang zum 
G8 Gipfeltreffen in Schottland st&uuml;nden. </li>

<li> Blair ist vom Treffen
     sofort nach London zur&uuml;ckgekehrt.  </li>

<li> Das mobile Telephonsystem in London ist von der &Uuml;berlastung 
     zusammengebrochen.  </li>

<li> Al Quada hat sich auf einer Webseite 
     sofort schriftlich zum Anschlag bekannt. Ein Schreiben der
     mutmasslichen Attent&auml;ter erschien schon am Donnerstag
     in den Medien.</li>
<li> Blogs und Foren funktionierten in London. Internet-Cafes in der Innenstadt 
     berichten &uuml;ber das Chaos im Zentrum. Ein Bericht:
     "Es war alles ruhig geblieben. Nicht wie 9/11, als die 
     Leute durch die Strassen rannten. Die Briten regen sich 
     einfach nicht auf."
<li>
<a href="http://en.wikinews.org/wiki/Explosions%2C_'serious_incidents'_occuring_across_London">Wikinews</a>, eine von Lesern geschriebene Website
   war fast so schnell wie die Online Medien und hatte mehr Bilder. 
<li> <img src="07_07/03.jpg" align="right" width=200>
     Bilder von Foto-Handies waren die einzigen, die die Orte direkt nach 
     der Katastrophe zeigten.
</ul>
</td></tr></table></center>
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table cellpadding=10 width=80% bgcolor="#ffffff"><tr><td>
<b>Nachtrag vom 9. Juli, 2005</b> 

Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, das es im 
Terrorkrieg des 21.Jahrhunderts auch um den <b>Kampf der Bilder</b>
geht. Mit Bildern haben Pazifisten die Brutalit&auml;t des 
Krieges bewusst gemacht. Mit Bildern wollte die Terroristen 
die Erfolge Ihrer Anschl&auml;ge der Welt&ouml;ffetnlichkeit
demonstrieren. Nach unserem Daf&uuml;rhalten waren die Bilder aus London
f&uuml;r die Terroristen aber kontraproduktiv: Die Bilder weckten Wut
gegen die T&auml;ter, gegen ihre religi&ouml;se Gesinnung. Die Bilder
f&uuml;hrten zu einer Solidarisierung in der Bev&ouml;lkerung gegen
die Terrorakte.
Die "10 vor 10" Moderatorin <b>Susanne Wille</b>
bringt es in einem Interview auf den Punkt:

<br><br><center><table cellpadding=10 width=80% bgcolor="#eeffee"><tr><td>
"Die Bilder aus London gingen mir sehr nahe - auch deshalb, weil die
TV -Bilder Teil der Strategie von Terroristen sind. Die Medien sind
in einer heiklen Situation. Wir m&uuml;ssen uns genau &uuml;berlegen,
was wir zeigen sollen und was nicht."
</td></tr></table></center><br><br>

Auf die Frage, ob die Medien ein Instrument der Terroristen sind, meinte
Susanne Wille:

<br><br><center><table cellpadding=10 width=80% bgcolor="#eeffee"><tr><td>
"Gerhard Paul schreibt in einem Buch vom "Bild als Kriegserkl&auml;rung"
Die Terroristen wissen, wie sie mit wenig Aufwand den Medienraum 
besetzen und gr&ouml;sstm&ouml;gliche Aufmerksamkeit schaffen. 
Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen die Medien nicht auf Bilder verzichten. 
Aber wir m&uuml;ssen uns der Wirkung bewusst sein und die Mechanismen 
transparent machen."
</td></tr></table></center>

</td></tr><tr><td align=center>
<img src="07_07/blick_jul_9.jpg">
</td></tr></table></center><br><br>

<br><br><center><table cellpadding=10 width=80% bgcolor="#ffffff"><tr><td>
<b>Nachtrag vom 21. Juli: Wieder Bomben in Londoner U-Bahn</b><br><br>
Offenbar nur wenige Verletzte Genau zwei Wochen nach den
Terroranschl&auml;gen auf die Londoner U-Bahn sind in London
am Donnerstag erneut Bomben explodiert. Offenbar handelte es sich um
kleine Sprengs&auml;tze; es gab nach ersten Angaben nur wenige Verletzte.
Die Polizei nahm am Abend einen Verd&auml;chtigen fest. <br><br>

Nach unserem Daf&uuml;rhalten bezwecken die Terroristen eine
Verunsicherung der Bev&ouml;lkerung. Diesmal waren keine Profis am
Werk.Waren es Nachahmet&auml;ter?  Wir k&ouml;nnten uns gut vorstellen,
dass die Engl&auml;nder jetzt &auml;hnlich reagieren wie im zweiten
Weltkrieg. Der Widerstandswillen wird druch die Anschl&auml;ge
gest&auml;rkt. Problematisch wird es nun f&uuml;r die gesamte
islamistische Bev&ouml;lkerungsgruppe. Diese m&uuml;ssten jetzt ganz
klar die Aktionen der Terroristen verurteilen. Sonst besteht die Gefahr,
dass sich die Wut generell gegen eine Bev&ouml;lkerungsgruppe richtet
(Blitzableiterph&auml;nomen: Die Spannung wird auf einen S&uuml;ndenbock
gelenkt).
</td></tr></table></center><br><br>

<br><br><center><table cellpadding=10 width=80% bgcolor="#ffffff"><tr><td>
<b>Nachtrag vom 23. Juli: Ein erschossener Terrorverd&auml;chtiger war unschuldig</b><br><br>

Bei der Jagd nach den neuen Attentaten wurde ein verd&auml;chtiger Mann von einem 
Scotland Yard Beamten in Zivil getroffen. Der Mann war den Aufforderungen
der Polizei nicht gefolgt und wurde auf der Flucht von einer Kugel getroffen. Der Mann scheint
jedoch keine Verbindung zu den Vorf&auml;llen vom 21. Juli gehabt zu haben. 
Die Ermittlungen nach den neuen T&auml;tern ist noch im vollem Gange. 
Am Freitag waren Fahndungsfotos von vier Verd&auml;chtigen auf den 
Titelseiten zu sehen: 

<br><br><center><table cellpadding=10><tr>
<td><img src="07_07/jagd1.jpg"></td>
<td><img src="07_07/jagd2.jpg"></td>
<td><img src="07_07/jagd3.jpg"></td>
<td><img src="07_07/jagd4.jpg"></td>
</tr></table></center>

</td></tr></table></center><br><br>



<table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5
 border=0 cellspacing=3 width=100%>
<tr>
<th> <a href="http://www.rhetorik.ch">
   <br><br><font color=#000000>
   Rhetorik.ch
   </font>
   </a>
</th>
<th> 1998-2012</font> &copy; K-K Kommunikationsberatung </th>
<th>
   <a href="http://www.knill.com">
   <font color=#000000>
   Knill.com
   </font>
   </a>
</th>
</tr>
</table>
</center>

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