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  <title>  Macht und Manipulation der Medien       </title>
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<body bgcolor="#ffffff" text="#000000" link="#0000ff" alink="#0000cc" vlink="#0000aa"><a name="top"></a>
<center><table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5 border=0 cellspacing=3 width=100%>
<tr><th width=10%><a href="http://www.rhetorik.ch">Rhetorik.ch</a></th>
<th><h3> Knill+Knill Kommunikationsberatung </h3></th>
<th width=10%><a href="http://www.knill.com"> Knill.com</a></th></tr></table></center>           
<center><table width=100% bgcolor="#eeeeee" border=0 cellpadding=3 cellspacing=0>
<td align=center><a href="../Aktuell/Aktuell.html">Aktuell Artikel</a></td>
<td align=center><a href="../inhalt.html">Artikel Inhaltsverzeichnis</a></td>
<td align=right>Suche in Rhetorik.ch:</td>
<td align=right>
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</form>
</td></tr></table></center>
<br><br>

<center><table width="95%" cellpadding=5 bgcolor="#ccccff"><tr><td>
<h2><center>      
Medien und ihre Macht der Manipulation
</center></h2></td></tr></table></center><br>

<center>
<h3> <i> von  Marcus Knill </i> </h3>
</center>   

<br>
<center>
<table width="90%" cellpadding=10 cellspacing=0 border=0>
<tr><td bgcolor="#fafffa">
Eng verkn&uuml;pft mit dem Begriff
Manipulation ist der Begriff Macht. <br>

Wer <b> machen </b> kann, dass andere etwas
<b> machen </b>, der hat <b> Macht.</b> <br>

Wer mit Medien und Medienschaffenden zu tun hat, der 
sollte die Besonderheiten journalistischer Produktion
und Mechanismen m&ouml;glicher Manipulation
unbedingt kennen. 
</td></tr></table></center><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der Themenauswahl.
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Aussenstehende haben kein Recht, die
Tagungsordnung der zu behandelnden
Themen zu bestimmen. Mit der Auswahl
kommt es zwangsl&auml;ufig zu einer
Gewichtung.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der Mikrofon - oder
Kamerapr&auml;senz. 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Niemand hat einen Anspruch auf Medienpr&auml;senz. 
Bei den Printmedien gibt es f&uuml;r die Leser kein
Anrecht auf die Ver&ouml;ffentlichung eines
Leserbriefes. Medienschaffende entscheiden, was
ver&ouml;ffentlicht wird.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht des Ausklammerns. 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Wer sich bei der ver&ouml;ffentlichten Meinung kein
Geh&ouml;r verschaffen kann, wird im
Medienzeitalter zur Nichtperson. Das
"mediengeile" Verhalten gewisser
Politiker ist deshalb verst&auml;ndlich. Es ist
zum Teil erstaunlich, wie plump um die
Gunst der Medienschaffenden gebuhlt
wird. Wenn unliebsame Politiker bewusst
ausgeklammert, totgeschwiegen w&uuml;rden,
w&auml;re dies eine gravierende Manipulation.
&Uuml;brigens: Wie bei vielen anderen
Manipulationshandlungen w&auml;re eine
derartige Manipulation schwer
nachzuweisen.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht, dar&uuml;ber zu befinden,
wieviel und welche G&auml;ste eingeladen
werden (Publikum)
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Die Zuteilung der
Interessengruppen "Claqueure" - ist
nicht unwesentlich f&uuml;r das Stimmungsbild, 
das in der Bev&ouml;lkerung erzielt
werden soll. Das Schweizer Fernsehen
bem&uuml;ht sich zwar, stets beide Seiten zu
ber&uuml;cksichtigen. Nicht nur in Amerika
werden die Zuschauer bei
Unterhaltungsfilmen in vermehrtem Masse
mit "Lachmaschinen" zum Lachen
animiert, um den Erfolg gleichsam zu
programmieren. Wie beim Lachen k&ouml;nnen
Medienkonsumenten dank manipulierten
Publikumsstimmungsbildern im eigenen
Verhalten beeinflusst werden. Es geht
dabei um ein einfaches Ph&auml;nomen:
Menschen "heulen lieber mit den
W&ouml;lfen", d.h. man begibt sich lieber auf
die "Siegerseite". Verf&auml;lschte
Stimmungsbilder bei Sendungen. (Die
dominierende Zustimmung oder
Abneigung &uuml;bertr&auml;gt sich langfristig auf
die Einstellung der Konsumenten.)
(Literaturhinweis: E.Noelle-Neumann,
"Die Schweigespirale", M&uuml;nchen, 1980.)
Bestimmen dank dieser Manipulation die
ver&ouml;ffentlichten Stimmungsbilder
zunehmend die Stimmung in der
&Ouml;ffentlichkeit, die im Grunde genommen
ganz anders w&auml;re?
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der Zumischung von
Ger&auml;uschen oder Musik.
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Jeder Beitrag
k&ouml;nnte durch entsprechende Zumischung
v&ouml;llig ver&auml;ndert werden - diese
"Manipulation" gibt es nicht nur beim
"Krimi".
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der Titelgebung. 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Die meisten Leser konsumieren lediglich Titel,
Lead und Bilder. Es ist deshalb nicht
gleichg&uuml;ltig, welche Titel gesetzt werden.
Jedenfalls bestimmt auch dar&uuml;ber nur die
Redaktion.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der Bildauswahl (Fotos bei
Printmedien/Filmsequenzen beim
Fernsehen).
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Bilder geh&ouml;ren zu den 
wirkungsvollsten Beeinflussungsmitteln.
Autogenes Training, Hypnose wirken
&uuml;ber Bilder, Auch die Werbung nutzt die
suggestive Wirkung von Bildern.
Nachhaltig wirken vor allem Bilder, die
Emotionen ausl&ouml;sen. Angenommen, ein
Journalist berichtet &uuml;ber eine
Demonstration (Polizisten und
Demonstranten sind dabei verletzt
worden). Der Beitrag wirkt f&uuml;r viele
ausgewogen, wenn beide Seiten zu
Wort kommen. Doch k&ouml;nnte der
Journalist mit seinen Bildern zugunsten
einer Seite manipulieren, indem er die
Gegenseite nur mit einem
Telefoninterview zu Wort kommen l&auml;sst.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der Kameraf&uuml;hrung. 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Es ist manipulativ, Betroffene von unten (die
aufgenommene Person wirkt dann
&uuml;berheblich) oder von oben
aufzunehmen (besonders kleine
Personen wirken dann sehr unvorteilhaft) -
Jeder Mensch hat eine "Schokoladenseite" und eine
"ung&uuml;nstigere" Seite. Auch mit der
Beleuchtung kann eine Person ins g&uuml;nstigere 
oder ung&uuml;nstige Licht ger&uuml;ckt werden. <br>

Es hat sich gezeigt, dass die meisten
Kameraleute unbewusst jene
Menschen, die ihnen sympathisch sind,
auch vorteilhafter aufnehmen,
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der N&auml;he. 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Viele Medienschaffende 
finden Vogelperspektiven langweilig. Nahaufnahmen 
sind scheinbar deshalb gefragt, weil es das
Publikum w&uuml;nscht. Denn: Zuschauer
erkennen dank dieser "Nahaufnahme-Technik" alle 
feinsten psychischen Reaktionen. Die Kamera als 
L&uuml;gendetektor? Der Bildschirm als Schirmbild?
Wer nichts zu verbergen hat und echt
kommuniziert, heisst es beschwichtigend, der hat da
nichts zu bef&uuml;rchten. Aber die N&auml;he hat 
etwas Entlarvendes, etwas Unheimliches an sich. 
Feinste Reaktionen werden verst&auml;rkt:
Zucken, Hautverf&auml;rbungen, Schweissperlen, 
Muskelreaktionen, Pupillen vergr&ouml;sserung usw.
Wer sich dieser N&auml;he aussetzen muss, wird von
&Auml;ngsten geplagt - vorab, wenn jemand
Pickel oder einen Hautausschlag hat.
Angst engt immer ein - auch bei Medienauftritten. Hat 
ein Befragter bei Fernsehauftritten das Recht, die 
N&auml;he mitzubestimmen? Die Praxis zeigt: Die
Machtbefugnis ist auch hier ausschliesslich auf der 
Seite der Medien. 
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht, den Hintergrund zu w&auml;hlen
(TV).
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Wenn ein Buchhalter vor
Bundesordnern aufgenommen wird, kann
das Bild des Buchhaltertyps verst&auml;rkt
werden. Doch manipulieren sich
in diesem Bereich die meisten Betroffenen
selbst ins Offside, weil es die vielen
Journalisten den Interviewten &uuml;berlassen,
wo sie aufgenommen werden wollen,
und Interviewte sich nicht fachm&auml;nnisch
beraten lassen. Uns ist der Fall eines Beamten
bekannt, der bei einem Interview
bewusst eine Spielwiese als Hintergrund
w&auml;hlte. Sein ohnehin zerfahrener,
unstrukturierter Beitrag wurde durch die
umherspringenden Kinder und den
Hintergrundl&auml;rm beinahe unverst&auml;ndlich.
Die Journalistin hatte nicht manipuliert -
oder doch?
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der Tonsteuerung. 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Es kann mit dem Regler eine Stimme voller,
sonorer oder auch unvorteilhafter
ausgesteuert werden. Ein Profi wird auf
derartige Manipulationen verzichten. Im
Gegenteil: Ein fairer Journalist empfiehlt
sogar dem Gast, ins Studio zu kommen,
weil die Stimme &uuml;ber die Telefonmuschel
flacher klingt. Eine Journalistin bekannte
sich j&uuml;ngst zur bewussten Manipulation
bei Frauenstimmen. Sie behauptete, weil
die Frauen in einem h&ouml;heren
Frequenzbereich sprechen, m&uuml;sste hier
zugunsten der Frau nachgeholfen
werden. Manipulation den Frauen
zuliebe?
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht des Weglassens und
K&uuml;rzens. 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Wenn geschnitten, gek&uuml;rzt,
ausgeklammert wird, handelt es sich
immer um einen Akt der Manipulation;
was jedoch nicht heissen will, dass damit
eine b&ouml;se Absicht verbunden sein muss,
Schneiden geh&ouml;rt zum Medienalltag.
Wenn indessen durch das
Herausschneiden des Wortes "nicht" die
ganze Aussage ins Gegenteil verkehrt
w&uuml;rde, w&auml;re dies eine offensichtlich
unzul&auml;ssige Manipulation.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht als Kontrollinstrument
(Medien als sogenannte 4.Gewalt).
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Gewiss braucht es Medien, die auch die
einflussreichsten Personen kritisch
hinterfragen d&uuml;rfen. In der Demokratie
haben die Medien eine wichtige Kontrollfunktion. 
Wie die Konsumentensendungen zeigen, vermag
ein Kamerateam bei den
unterschiedlichsten Branchen beinahe
Berge zu versetzen. Medien als
Manipulationsverhinderer? Leider gibt es
aber auch Pannen beim "Entlarven".
Durch unbedachte Bilder wurden ganze
Sparten gesch&auml;digt. Es gibt
Konsumenten, die verlangen, dass die
Medien als "Kontrolleure der Wirtschaft,
Politik und Gesellschaft" ebenfalls
kontrolliert w&uuml;rden. Es geht um die Frage
der "Kontrolle der Kontrolleure". F&uuml;r jene
B&uuml;rger ist das derzeitige Instrumentarium
mit Ombudsmann, Publikumsrat und
Unabh&auml;ngiger Beschwerdeinstanz (UBI)
unbefriedigend. - Die Macht des
Medienverbundes. Wenn ein Medium
ein Thema aufgreift und es an einen
Medienverbund (Print-Radio-TV)
weiterreicht, entspricht dies dem 
sogenannten "Filz" wie er in politischen 
Bereichen ebenfalls besteht. Damit ist das Schaffen einer
k&uuml;nstlichen Priorit&auml;t durch Absprachen
gemeint. Falls Radio und Fernsehen eine
"nebens&auml;chiiche" Geschichte
thematisieren, ziehen die Lokalmedien und
Heftchen meist zwangsl&auml;ufig nach. Ein
Medienverbund muss deshalb nicht unbedingt
abgesprochen oder eigens organisiert
werden. Bei geschickter Inszenierung
k&ouml;nnten Konsumenten langfristig
gedanklich an ein Thema gebunden
werden. Die Themen-Fokussierung wirkt
sich aber in der Regel auch auf
politische Aktivit&auml;ten aus Vorst&ouml;sse,
Postulate usw.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der Etikettierung. 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>
<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Es ist nicht egal, wie jemand vor oder w&auml;hrend
einer Sendung angesprochen oder vorgestellt wird. Was
man auf dem Bildschirm einblendet, bleibt nicht ohne
Auswirkungen. Wenn unter dem Portr&auml;t
eines Politikers zu lesen ist "Nationalrat
SP" oder "Hausmann" oder vielleicht
nur "Dienstverweigerer", so kann diese
selektive Einblendung Vorurteile schaffen
und das emotionale Umfeld beeinflussen.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der An- und Abmoderation.
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Ein guter Journalist wird das Schlusswort
nie dazu missbrauchen, einen Beitrag mit
einer schn&ouml;den Zusatzbemerkung zu
beeinflussen. Wer jedoch das erste und
letzte Wort hat, kann ganze Beitr&auml;ge
"vorpr&auml;gen" oder nachhaltig
beeinflussen. Deshalb achten
professionelle Moderatoren bewusst auf
dieses Ph&auml;nomen bei der
Start- und Schlussphase. Geschickte
Manipulatoren hingegen nutzen die
Beeinflussungsm&ouml;glichkeiten bei der
Einf&uuml;hrung und in der Abmoderation.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht durch die Bestimmung der
Spielregeln. 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>
<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Wenn die Anordnung
absichtlich so getroffen w&uuml;rde, dass Befragte 
stehen m&uuml;ssen, w&auml;hrend der Befrager sitzen 
kann, w&auml;re dies bereits eine
Manipulation. Gestresste Personen, die
stehen m&uuml;ssen (mit weichen Knien), st&uuml;tzen
sich zwangsl&auml;ufig auf. Damit wird die Gestik
unterbunden, Der Stress kann durch die
Blockierung weniger abgebaut werden.
Ferner: Wenn beispielsweise auf einem
heissen Stuhl der Moderator den Befragten
umkreist oder die Seite wechselt, f&ouml;rdert der
Positionswechsel des Journalisten die
Destabilisierung.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht des Heimvorteils.
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Wenngleich Journalisten auch extern
arbeiten, so ist der Bev&ouml;lkerung in der
Regel die Zusammenarbeit mit Medien
v&ouml;llig fremd. Besonders die
Studioambiance (Umfeld, Licht,
Kameras, die wie Kanonen wirken)
beeinflusst die Kommunikationsprozesse
enorm. Deshalb boomen Medientrainingsseminare.
Selbstverst&auml;ndlich sorgen gute
Journalisten mit Vorgespr&auml;chen daf&uuml;r,
dass sich ihr Gast wohlf&uuml;hlt. Journalisten sind
an guten Sendungen interessiert. Doch:
Der Heimvorteil bleibt. Er k&ouml;nnte ebenfalls
zu Manipulationszwecken genutzt werden. 
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht der Wortwahl. 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Ob in einem Text von "Terroristen" oder von
"Freiheitsk&auml;mpfern" geschrieben oder
gesprochen wird, ist nicht gleichg&uuml;ltig.
Begriffe pr&auml;gen das Denken. Dass
w&auml;hrend Kriegen (auch im Golfkrieg oder
im Dritten Reich) Vorschriften hinsichtlich
"Wahl der Begriffe" verbindlich geregelt
worden waren, macht uns deutlich, dass
die Wortwahl ein wichtiges Manipulationsmittel ist.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Die Macht, Produkte, Autoren,
Veranstaltungen usw. zu f&ouml;rdern
(versteckte, "legale" Werbung?). 
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Gem&auml;ss Gesetz hat die SRG einen Kulturauftrag. Wer
jedoch im Alltag die Beitr&auml;ge genauer
verfolgt, stellt fest: Es ist gleichsam ein
ungeschriebenes Gesetz, dass einer
Musikgruppe oder einem interviewten K&uuml;nstler
in der Regel unverbl&uuml;mt erm&ouml;glicht wird, einen
"Werbespot" f&uuml;r sein Buch seine CD oder
das n&auml;chste Konzert zu plazieren. Selbst
wenn der K&uuml;nstler seine Hinweise vergisst,
liefert meist der Journalist die notwendigen
Informationen. B&uuml;cher und CD's werden 
eingeblendet und Veranstaltunger, mit Ort und
Daten kostenlos erw&auml;hnt. Wer diese
Werbesekunden mit den offiziellen
Preisen bei Werbespots vergleicht, wird
sich bewusst, wie viele Spots eigentlich
w&auml;hrend der Sendungen den
Konsumenten vermittelt werden. Wer manipuliert? Wer
wird manipuliert?
Ob die Macht des "Literaturclubs" zur 
F&ouml;rderung der besprochenen B&uuml;cher 
beitr&auml;gt und mit den Besprechungen 
Bestseller geschaffen werden, ist 
umstritten. Unbestritten ist hingegen folgende 
Tatsache: Jene "Unternehmen" und Institutionen, 
die vor Kamera und Mikrofon die eigene T&auml;tigkeit
vorstellen k&ouml;nnen, profitieren von den 
Medienpr&auml;senz und kommen allein schon durch 
die Chance der Pr&auml;sentation zu einer
Gratiswerbung. Dabei liegt es immer in der Hand
der entsprechenden Medienschaffenden, welche Thematik, 
welches Produkt zum Zuge kommt und welche 
Adressen und Hinweise legal plaziert werden 
d&uuml;rfen. Auch in diesem Bereich spielt die 
Macht der Auswahl von "Denkprodukten" eine Rolle. 
Es ist gut m&ouml;glich, dass sogar bei einer 
kritischen Sendung ein bestimmter Bev&ouml;kerungsanteil
nachtr&auml;glich das umstrittene "Produkt" 
aus Neugier erwirbt. Hinter vorgehaltener Hand wird
sogar behauptet, dass ein Produzent froh ist, wenn es bei
einem Film zu einem Medienwirbel kommt. Denn dadurch 
explodieren erfahrungsgem&auml;ss die Verkaufszahlen.
Ob deshalb absichtlich provokative
Plakate oder beleidigende Texte verfasst
werden (als bewusste Manipulation), bleibe dahingestellt.
</td></tr></table></center><br><br>

<center><table border=0 width=100% cellpadding=5 bgcolor="#eeeeff"><tr><td align=center><font size=5>        
Schlussbemerkung:
</font></td>
</tr>
</table></center>
<br>

<center><table width="90%"><tr valign="top"><td>  
Die F&uuml;lle von Manipulationsm&ouml;glichkeiten macht 
uns bewusst: Medien haben sehr viele Bereiche der 
Machtaus&uuml;bung, Es muss nochmals betont werden: 
Dies will nicht beweisen, dass die 
Medienschaffenden ihre Machtposition missbrauchen. 
So wie Medikamente gef&auml;hrlich sein k&ouml;nnen,
&Auml;rzten aber trotzdem das Vertrauen
geschenkt werden kann, so d&uuml;rfen wir
den Medienschaffenden gegen&uuml;ber in der
Regel trotz allem vertrauen. Denn: ohne
Vertrauen ist keine erspriessliche
Zusammenarbeit m&ouml;glich. Aber Vertrauen
schenken will nicht heissen: blind
vertrauen. Wer mit Medien und
Medienschaffenden zu tun hat, der sollte
die Besonderheiten journalistischer
Produktion unbedingt kennen. Nur so
ist es m&ouml;glich, mit konkreten
Vereinbarungen, Absprachen und
Kl&auml;rungen allf&auml;lligen Manipulationen
vorzubeugen.
</td></tr></table></center><br><br>

<br><br>
<center><table width=70% cellpadding=10 border=1 bgcolor="#ffffcc">
<tr><td>

Wenn sie den praktischen Umgang mit Journalisten 
erleben und die Ph&auml;nomene im Studio erleben m&ouml;chten, 
dann lohnt sich ein fachgerechtes Coaching im Mediensimulator 
mit Profis bei K+K (learning by doing). 
Wie auch das Lesen eines Kochbuches nicht gen&uuml;gt, um kochen zu lernen, so
hilft das Lesen dieses Beitrages wenig, um im "Ernstfall", im 
Scheinwerferlicht, vor Kamera und Mikofon nat&uuml;rlich und aussagekr&auml;ftig 
&uuml;berzeugen zu k&ouml;nnen. 
</td></tr></table></center>
<br>



<br><br><center><table cellpadding=10 bgcolor="#eeeeff" width=80%><tr>
<td>             
Dieser Text ist in der Zeitschrift "Achtung Sendung"
in der Ausgabe 6/1997 erschienen.  
</td>
</tr>
</table>
</center>      
<br>

<table width=100% border=0 cellpadding=0 cellspacing=0>
<tr>
<td align=center>
<form name="search_form">
<script language="Javascript">
// <!-- 
var term;

term="Macht"
document.write("Suchen Sie nach ",term," auf");
// -->
</script>
<select name="target" onchange="choose_search(term,this)">
<option value="google" selected> google    </option>
<option value="lycos"          > lycos     </option>
<option value="vista"          > vista     </option>
<option value="smart"          > smart     </option>
<option value="iseek"          > iseek     </option>
<option value="excite"         > excite    </option>
<option value="crawler"        > crawler   </option>
<option value="hotbot"         > hotbot    </option>
<option value="goto"           > goto      </option>
<option value="chsear"         > ch-search </option>
<option value="dyahoo"         > d-yahoo   </option>
<option value="meta"           > metacrawl </option>
<option value="go"             > go        </option>
<option value="msn"            > msn       </option>
</select>
</form>

</td>
</tr>
</table>
</center>




<br><br>
<br><br><center><table bgcolor="#eeeeee" cellpadding=5 border=0 cellspacing=3 width=100%><tr>
<th><a href="http://www.rhetorik.ch">Rhetorik.ch</a></th>       
<th>1998-2012 &copy; <a href="http://www.knill.com"> K-K </a>, 
Weblinks sind erw&uuml;nscht. <br> Bei Weiterverwendung ist Autoren- und Quellenangabe erforderlich. 
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